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Hochschulen für angewandte Wissenschaften

Garantie von praxisnaher Ausbildung

Wer sich ein praxisnahes Studium wünscht, ist bei einer der fünf Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Sachsen richtig.

Hier können Studierende einen Hochschulabschluss auf dem Gebiet der Ingenieur-, Wirtschafts-, Medien- und Sozialwissenschaften oder auch auf künstlerischem Gebiet erreichen. Zulassungsbedingungen sind: allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife, Meisterprüfung (fachbezogen) oder eine durch die jeweilige Hochschule als gleichwertig anerkannte Vorbildung, bei einem Masterstudiengang ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss und je nach Studienordnung fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen.

HTWK Leipzig

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

(© Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig)

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) vereint praxisorientierte Lehre und anwendungsnahe Forschung. Regionales Alleinstellungsmerkmal ist ihr breites ingenieurwissenschaftlich-technisches Profil. Mehr als 40 Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, angewandten Medien- und Informationswissenschaften sowie Informatik und Mathematik ermöglichen eine wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Ausbildung. Momentan sind etwa 6.200 Studierende immatrikuliert.

Herausragend positioniert sich die HTWK mit ihren seltenen Studiengängen rund um das Buch. So gibt es für das Studium »Buch- und Medienproduktion« nur noch einen weiteren vergleichbaren Abschluss an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Auch den Studiengang Museologie kann man außer an der HTWK nur noch in Würzburg studieren.

Vernetzung wird großgeschrieben: langfristige und vielfältige Kooperationen mit Unternehmen aus der Region, Deutschland und Europa sowie zahlreiche eingeworbene Forschungsprojekte belegen die Leistungsstärke der Hochschule. Mit einem Drittmittelaufkommen von mehr als 11 Millionen Euro gehört die HTWK Leipzig zu den forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland. Derzeit promovieren mehr als 70 Nachwuchswissenschaftler in kooperativen Verfahren, unterstützt vom 2016 neu gegründeten Graduiertenzentrum.

Die Profillinien der HTWK Leipzig bündeln die Lehr- und Forschungskompetenzen in »Bau & Energie«, »Ingenieur & Wirtschaft«, »Life Science & Engineering« sowie »Medien & Information«. Die Hochschule bekennt sich damit zur Einheit von Lehre und Forschung.

Die Hochschule wurde 1992 neu gegründet. Die Traditionslinien ihrer Vorgängereinrichtungen in Leipzig (Technische Hochschule, Bauhochschule, Lehrstätten für Bibliothekare, Buchhändler und Museologen) reichen in direkter Linie bis in das Jahr 1838 zurück. Nach 1992 wurden die Bereiche Wirtschaftswissenschaften und Sozialwesen neu hinzugefügt.

HTW Dresden

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

(© Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden)

Im Jahr 1992 gegründet, reiht sich die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW) heute ein in die Spitzengruppe der deutschen Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Die mehr als 40 anwendungsorientierten Studiengänge in den Bereichen Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik, Geoinformatik, Wirtschaftswissenschaften, Landbau, Umwelt, Chemie und Gestaltung führen zu den Abschlüssen Bachelor, Master und Diplom. Unter den Studiengängen befinden sich für die Hochschulausbildung in Sachsen einmalige Studienmöglichkeiten wie Agrarwirtschaft, Gartenbau, Umweltmonitoring, Kartographie und Vermessungswesen.

»Praktisch mehr erreichen« lautet das Motto der HTW Dresden. Lehrveranstaltungen mit hohem Praxisanteil sowie Praktika in kleinen Gruppen kennzeichnen das Studium. An den beiden Standorten am Campus Friedrich-List-Platz nahe des Stadtzentrums und am »grünen« Campus Pillnitz wird in modernen Laboren, Werkstätten, Versuchsflächen und Gewächshausanlagen gelehrt und geforscht.

Die Kombination aus Technik, Wirtschaft, Gestaltung und Umwelt macht das wissenschaftliche Leben an der HTW Dresden einzigartig. Mit acht Fakultäten, ca. 170 Professoren und mehr als 5.000 Studierenden ist die zweitgrößte Hochschule der sächsischen Landeshauptstadt einerseits groß genug, um die Vernetzung der verschiedenen Disziplinen erfolgreich zu praktizieren. Andererseits ist sie so überschaubar, dass sich Lehrende und Lernende persönlich kennen. Beste Bedingungen also für ein wirklich individuelles Studium!

Die Tüftler, Gründer und Nachwuchserfinder unter ihren Studenten unterstützt die HTW Dresden bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen. Die extra dafür geschaffene Grün dungsschmiede stellt die gesamte Infrastruktur für die Ausgründungen zur Verfügung.

Für alle, die noch unentschieden sind, Hilfe bei der Orientierung in Sachen Studienstart suchen oder schlichtweg ihr Schulwissen auffrischen wollen, bietet die Hochschule regelmäßig Intensivkurse an. Das Angebot reicht vom Mathematik-Intensivkurs bis hin zum Vorbereitungskurs »Studieren leicht gemacht«.

Hochschule Mittweida

Hochschule Mittweida

(© Hochschule Mittweida)

Vor 150 Jahren als private technische Lehranstalt für Maschinenbauer gegründet ist die Hochschule Mittweida heute die größte der fünf sächsischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit einem breiten Profil von Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften bis hin zu Medien und Sozialer Arbeit.
Wie in den Anfängen ist die Hochschule Mittweida auch heute eine Hochschule mitten in der Stadt. Länger als fünf Minuten ist man nie unterwegs, um von einer Ecke des Campus in die andere zu kommen. Für alle, die in einem der Wohnheime in direkter Nachbarschaft der Hochschule leben, gilt das sowieso. Aber auch Studenten, die sich eine Bleibe in der beschaulichen Altstadt gesucht haben, brauchen vom Weckerklingeln bis zum Hörsaal nur ein paar Minuten. Kurze Wege gehören in der 15.000-Einwohner-Stadt zum Studium. Auch nach Mittweida selbst kommt man schnell: zum Beispiel mit der Straßenbahn aus Chemnitz.
 

Etwa 7.000 Studierende, darunter viele ausländische Studierende, sind in mehr als 50 ingenieur-, medien-, wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Studiengängen an fünf Fakultäten eingeschrieben. Neben den Abschlüssen Bachelor und Master bietet die Hochschule weiterhin auch Diplomstudiengänge an. Neben dem Direktstudium gibt es berufsbegleitende und weiterbildende Angebote.
 

Typisch für Mittweida sind anwendungsnahe und interdisziplinäre Studiengänge. Manches gibt es so auch nur hier wie »Allgemeine und Digitale Forensik« oder das crossmediale »Medienmanagement«. Auch in der Forschung ist Mittweida stark, zum Beispiel in der Lasertechnik. Deren im Jahr 2016 fertiggestellter Institutsneubau ist eines von nur drei Forschungsbauvor haben an Fachhochschulen, das über die gemeinsame Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wurde.
 

Ebenfalls neu ist das Zentrum für Medien und Soziale Arbeit. Es gehört zu den modernsten akademischen Ausbildungszentren Europas im Medienbereich. Im August 2014 öffnete es seine Türen für die Studenten. Verteilt auf 5.700 Quadratmeter und vier Etagen finden sich hier neben Hörsälen und Seminarräumen ein hochmodernes Fernsehstudio, Tonstudios und der hochschuleigene Radiosender »99drei Radio Mittweida«. Der sendet nicht nur für den Campus, sondern rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche für die Stadt und ist damit der einzige von Studierenden betriebene Lokalsender Deutschlands. Viele weitere Produktionen und Events machen das Medienstudium in Mittweida einzigartig praxisnah.
Als eine der ersten Partnerhochschulen des Spitzensports in Deutschland bietet die Hochschule Mittweida Leistungssportlern besondere, an Trainings- und Wettkampfzeiten angepasste Studienbedingungen.
 

Westsächsische Hochschule Zwickau

Westsächsische Hochschule Zwickau

(© Westsächsische Hochschule Zwickau)

Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) geht auf die 1897 gegründete Ingenieurschule Zwickau zurück, die sich um den Bereich Kraftfahrzeugtechnik verdient gemacht hat. Auch heute nimmt die Technik einen großen Stellenwert an der Fachhochschule ein. Die Bereiche Wirtschaft, Sprachen, Gesundheit und Gestaltung sind zusätzliche Säulen, auf denen das Studium an der WHZ fußt.
 

Ihr Ruf eilt der Hochschule weltweit voraus. Etwa 4.700 Studierende sind aktuell in einem der 50 Studiengänge an acht Fakultäten eingeschrieben. Ungefähr 300 von ihnen kommen aus dem Ausland. Junge Leute aus knapp 50 Ländern entscheiden sich jedes Jahr für ein Studium an der WHZ.
Neben den Bachelor- und Masterabschlüssen verleiht die Hochschule weiterhin das Diplom. 15 Studiengänge schließen damit ab. Dazu zählen unter anderen die Fachrichtungen Maschinenbau, Kraftfahrzeugtechnik und Wirtschaftswissenschaften.
Die technischen Studiengänge werden von einem gestalterischen und interkulturellen Studienangebot ergänzt. Das Studium der Wirtschaft wird zum Beispiel mit einer Fremdsprache kombiniert, wobei Französisch, Spanisch/Portugiesisch oder Chinesisch zur Auswahl stehen. Pflege- und Gesundheitsmanagement und Gebärdensprachdolmetschen erweitern das Spektrum.
 

Neben Zwickau betreibt die Hochschule Standorte im erzgebirgischen Schneeberg und in den vogtländischen Städten Reichenbach und Markneukirchen. Studenten der Studiengänge Holzgestaltung, Modedesign und Textilkunst/Textildesign studieren an der Fakultät Angewandte Kunst in Schneeberg. Angehende Musikinstrumentenbauer erlernen ihr Handwerk in Markneukirchen und im Reichenbacher Hochschulteil sitzt das Institut für Textil- und Ledertechnik, das allerdings voraussichtlich im Jahr 2020 nach Zwickau umziehen wird. 
Seit Jahren nehmen Zwickauer Studenten erfolgreich an dem internationalen Konstruktionswettbewerb »Formula Student« teil. Dabei planen, bauen und fahren sie ein eigenes Rennauto. Das aktuelle Fahrzeug heißt »eRnst« und ist bereits der elfte Formula-Student Flitzer aus Zwickau.
Internationalität wird an der WHZ großgeschrieben. Der trinationale Masterstudiengang »Regionale und Europäische Projektentwicklung« ist der beste Beweis. Das Studium findet an der WHZ, der Universität der Südbretagne in Frankreich und der Südböhmischen Universität Ceské Budejovice in der Tschechischen Republik statt und wird mit einem gemeinsamen Diplom, dem sogenannten »Joint Degree« abgeschlossen.

 

Hochschule Zittau/Görlitz

Hochschule Zittau/Görlitz

(© Hochschule Zittau/Görlitz)

»Studieren ohne Grenzen«: Es gibt kaum bessere Studienorte, um ein solches Motto Wirklichkeit werden zu lassen, wie die Städte Zittau und Görlitz. Regional geprägt durch die Einbettung ins Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Polen erwartet die Studierenden eine praxisnahe Hochschule. Diese überzeugt durch intensive Betreuung, eine moderne Ausstattung und zahlreiche Kontakte zu regionalen, nationalen und internationalen Unternehmen und Einrichtungen. Das sind optimale Voraussetzungen für ein effektives Studium und sehr gute Berufsaussichten. Die hohe Vermittlungsquote der Absolventen ist ein Beweis dafür.
 

Die beiden Standorte sind etwa 36 Kilometer voneinander entfernt. 469 Beschäftigte, davon 119 Professoren, kümmern sich um die rund 3.200 Studierenden, die in den mehr als 40 Studiengängen der Ingenieur-, Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an sechs Fakultäten eingeschrieben sind.
Internationalität ist eine Säule der Hochschule. Sie unterhält zu insgesamt 122 Hochschulen in 38 Ländern Partnerschaften: von Südafrika bis in die USA, von Mexiko über Großbritannien bis nach Russland und China. Dazu gehört auch das weltweit einzigartige trinationale Hochschulnetzwerk »Neisse University«. Das englischsprachige Bachelorstudium in diesem Netzwerk beginnt in der Tschechischen Republik, findet im zweiten Jahr in Polen statt und endet in Deutschland. Integraler Teil des Studiums ist ein Praktikum, das in jedem Land der Welt durchgeführt werden kann.
Wer sich mit der Vielfalt der Kommunikation und deren Auswirkungen auf Individuen und Gruppen befassen möchte, kann am Standort Görlitz Kommunikationspsychologie studieren – ein in Deutschland einzigartiger Bachelorstudiengang. Auch der Studiengang Soziale Gerontologie ist selten. Gleiches gilt für die interdisziplinären Studiengänge Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Ökologie und Umweltschutz sowie Integrative Managementsysteme.
 

Zwei Abschlüsse mit einem Studium – das ist mit dem einzigartigen Masterstudiengang Mechatronik möglich. Er schließt mit einem Doppelabschluss gemeinsam mit der Technischen Universität in Liberec ab. Neben den Diplom-, Bachelor- und Masterstudiengängen bietet die Hochschule mit dem Kooperativen Studium mit integrierter Ausbildung die Möglichkeit, ein Studium mit einer Berufsausbildung zu verknüpfen.
 

Auch in der Forschung kann die Hochschule über Erfolge verweisen. Mit dem Projekt LaNDER3  konnte sie sich im BMBF-Wettbewerb „Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region“ im Finale als eine von zehn Hochschulen in Deutschland durchsetzen. Auf dem Gebiet der Energieforschung ist die Hochschule seit Jahrzehnten sehr erfolgreich.

Das Studentenwerk Dresden betreibt Wohnheime in Zittau und Görlitz. Studierende können zwischen günstigen Zimmern, Wohngemeinschaften und Wohnungen wählen. Vom mondänen Altbau bis zum Neubau ist für jeden die passende Wohnung zu haben.

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Erstsemesterbefragung »Studieren an Fachhochschulen in Sachsen« Wintersemester 2011/12

Erstsemesterbefragung »Studieren an Fachhochschulen in Sachsen« Wintersemester 2011/12

© Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst